Geehrte Internetgemeinde, liebe Genossinnen und Genossen!
Heute, am 25. Januar 2013 um 01:28 Uhr habe ich in meinem Twitter-Konto – PATicker folgenden Tweet veröffentlicht:
Ist das ein Twitter Flash-Mob #aufschrei? #Umweltverschmutzung #Lichtverschmutzung und jetzt #Internetverschmutzung
Der Grund für diesen Tweet liegt darin, dass ich festgestellt habe, dass bei den “Berlin-Trends” auf Twitter der Hashtag #aufschrei in den TOP 10 nach oben schnellte. Ich habe mir kurz die Timeline angesehen und bin aus diesen Tweets nicht schlau geworden. Kurze Zeit später, erhielt ich zufäffig folgenden Tweet, durch ein Retweet eines Freundes, dessen Account ich folge in den Erwähnungen zu sehen:
Erstmal für nen Genossen fremdschämen: https://twitter.com/PATicker/status/294602615935877121 … m( #nofb
Daraufhin antwortete ich fragend dem Genossen:
@Wally44 | ??? Hinweiß ich habe den Ironiesmylie vergessen “;-)”
Da ich nach einer Weile keine Rückmeldung des Genossen bekommen habe informierte ich mich selber im Internet und interpretierte aus den Suchergebnissen, dass es sich um sexuellen Missbrauch von Kindern handelt.
Ich möchte mich mit diesem offenen Blog-Artikel, den ich auch als E-Mail an den Vorsitzenden der Jusos Lichtenberg versand habe für meinen Tweet entschuldigen. Bei den Opfern sexuellen Missbrauchs und bei allen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, sowie den Menschen allgemein.
Da ich die Grundsätze des Journalismus kenne, tut es mir aufrichtig leid, dass ich mich bei diesem Thema, ich würde es leichtfertig nennen geäußert habe und mich nicht vorher entsprechend seriös informiert habe. Ferner hätte ich den zweiten Teil des Tweets nach dem “?” als “nicht wirklich ernst gemeint” kennzeichnen müssen.
Speziell an den Genossen, der sich für mich fremd schämt, möchte ich auch öffentlich betonen, das ich keinen Grund zur Scham habe (dies tweetete ich auch). Ich habe einen Fehler gemacht und entschuldige mich dafür und Genosse @Wally44, ich persönlich bin enttäuscht darüber, sich persönlich fremd zu schämen und dann meine Rückfrage zu ignorieren!
Die sozialen Medien bieten viele Möglichkeiten sich politisch, beruflich oder persönlich zu äußern. Als politischer Mensch mit dem Schwerpunktthema Netzpolitik und Internetkommunikation stelle ich anhand dieses Vorgangs fest, wie im persönlichen Umgang miteinander brauchen wir auch in den sozialen Medien eine Kultur des fairen Umgangs. Die SPD steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie für Chancengleichheit für Alle auch im Internet. Dafür stehe auch ich.
Mit solidarischen Grüßen
Euer Francesco aus der Lichtenberger Mitte
— Aktualisierung 25.01.2013 – 12:50 | Neueste Informationen bei Twitter und einem Artikel der Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau (http://www.fr-online.de/politik/nach-vorwuerfen-gegen-bruederle–aufschrei–gegen-sexismus,1472596,21551816.html) zeigen, dass der Hashtag #Aufschrei wohl seit Donnerstagabend eine Aktion ist, wo Menschen ihre Alltagserfahrungen mit Sexismus beschreiben können. Ich möchte dazu anmerken, das ich es für außerordentlich fragwürdig halte in 140 Zeichen abzüglich 10 Zeichen für den Hashtag – Erfahrungen allgemein und/oder persönlich zu beschreiben.
